Früher war mehr Text (Hörspiel)

Hast du mal darüber nach­ge­dacht, wie Gott es findet, dass in jedem Krip­pen­spiel zahl­rei­cher Urhe­ber­rechts­ver­let­zungen an seinen Texten statt­finden? Was, wenn Gott die moderne Inter­pre­ta­tion dieser 2000 Jahre alten Geschichte gar nicht so toll findet? Kati hat sich damit mal genauer befasst.

Dieses Hörspiel erschien im Jahres­end­fest­ka­lender 2016.

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fyyd

4 Gedanken zu „Früher war mehr Text (Hörspiel)“

  1. Bestä­ti­gung alther­ge­brachter Klischees (Kinder­pflege und Emotional Labour als Frau­en­ar­beit) als Femi­nismus verpackt... Ich bin Besseres von dir gewohnt, Kati!

  2. Liebe/r Rupanzel,
    ich hoffe, Sie haben eine sehr aufge­räumte Bezie­hung zur Autorin dieser Geschichte. Denn ansonsten zweifle ich ein wenig daran, dass Ihre Ihnen offenbar wich­tige Botschaft auch ankommt. Auf mich als Beob­achter wirkt sie - vor allem von der Form her - sehr sehr verletzend.

    Sie sind ja offen­sicht­lich selber groß und - das schließe ich aus Ihrer Wort­wahl - im Kampf um den Femi­nismus hinrei­chend gestählt. Ich halte diesen Kampf für richtig und wichtig. Und auch für bei Weitem noch nicht abge­schlossen. Erlauben Sie mir aber gerade vor diesem Hinter­grund ein offenes Wort:

    Wir sind hier ja nicht auf Twitter. Es wäre also durchaus Zeit und Raum, Ihre Kritik (über die ich inhalt­lich gar nicht urteilen mag) so zu formu­lieren, dass sie konstruktiv ist. Und nicht einfach nur belei­di­gend. Eine Einlei­tung mit „Liebe Kati, liebes GK-Team...“ wäre zum Beispiel echt hilf­reich. Da wissen alle: Ach schön, es folgt der Kommentar eines Menschen, der/die weiß, was Wert­schät­zung ist. Dann, und das lernt man doch wirk­lich überall, wo es um Umgang mit Menschen geht, ist es wirk­lich super-hilfreich, wenn man zuerst mal mit den posi­tiven Seiten anfängt. Schließ­lich wollen Sie doch niemanden nieder­ma­chen, sondern sach­lich kriti­sieren. Also, nur als Beispiel: 

    Ich finde es super, dass du bzw. ihr dieses alther­ge­brachte Setting (Krip­pen­spiel, die fromme, schutz­lose Maria mit dem Baby, der gütige Vater im Himmel etc.) hernimmst, um es dann ein biss­chen gegen den Strich zu bürsten. Chapeau!“ 

    Ich hoffe, es wird klar, worauf ich hinaus will? Okay, und dann kann die Kritik kommen. Einge­leitet z. B. mit. „Ich habe eben noch mal über die Geschichte nach­ge­dacht. Erlaubst du / erlaubt ihr mir einen kriti­schen Kommentar dazu?“ Ich bin mir sicher, dass so etwas einem sach­li­chen Argu­ment hilft und bei den Betei­ligten im Projekt (Sprecher/inne/n, Autorin und Orga­ni­sa­ti­ons­team der GK) die Moti­va­tion deut­lich erhöht, sich mit der Kritik ausein­an­der­zu­setzen. Denn, jetzt mal ehrlich: Was glauben Sie, was ein letzter Satz wie „Ich bin Besseres von dir gewohnt, Kati!“ bei der Adres­satin auslöst? Ich hab Kati nicht gefragt, aber ich kann gerne kurz schil­dern, was ich denken bzw. fühlen würde. Ich wäre wütend, traurig und verletzt. Weil ich viel Zeit in einen Text und die Orga­ni­sa­tion der Umset­zung gesteckt habe und das nicht mit einem Wort wert­ge­schätzt wird. Sondern mir nach einer dicken inhalt­li­chen Kritik auch noch ein sehr herab­las­send wirkendes „Das kannst du besser!“ hinge­knallt wird.

    Liebe/r Rupanzel, es ist mir wichtig, dass Sie verstehen, dass es mir hier nicht darum geht, mich hier als Internet-Kniggerich aufzu­blähen. Nichts liegt mir ferner. Aber so wie andere den Kampf für die femi­nis­ti­sche Sache führen, möchte ich mich ein biss­chen um Verständnis und Verstän­di­gung kümmern.

    Ihr,
    Matthias

  3. Liebe*r Rupanzel,

    Zuerst einmal: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, das Hörspiel anzu­hören und hier einen Kommentar zu hinter­lassen. Es freut mich aufrichtig, dass sich jemand wegen eines meiner Texte solche Mühe macht. Und bitte entschul­dige, dass ich so spät antworte, aber ich war am Tag der Veröf­fent­li­chung damit beschäf­tigt, meinen neuge­bo­renen Neffen kennen­zu­lernen und mit meinem Vater in seinen 60. reinzufeiern.
    Zu deiner Kritik: wenn du das Stück so empfin­dest, kann ich das nicht ändern. Ich habe es anders inten­diert und auch an vielen Stellen so aufge­nommen gefunden. Es ist aber immer noch ein Hörspiel, dass ein Stück Unter­hal­tung zum Jahres­end­fest­ka­lender beitragen sollte. Kein femi­nis­ti­sches Mani­fest, keine theo­lo­gi­sche Streit­schrift, kein Lehr­stück irgend­einer Art. Es ist bestimmt nicht „perfekt“. Mir gefällt es sehr gut, vor allem dank der Menschen, die es einge­spro­chen und geschnitten haben. Ich finde es sehr schade, dass du in deiner Kritik die Grund­re­geln des Kriti­sie­rens derart außer Acht gelassen hast. Aber auch daran kann ich - für diesmal nichts ändern.
    Ich kann dich hinter deinem Pseud­onym leider nicht erkennen. Daher kann ich auch nicht einmal vermuten, was du „besseres von mir kennst“. Aber hey, dann sieh es doch so: auch ein blindes Huhn findet mal kein Korn.
    Im Übrigen halte ich mich hier an eine wich­tige Lektion meiner Kind­heit: von Fremden nichts annehmen. Da du anonym/fremd kommen­tiert hast, und deine Kritik nur destruktiv und nicht konstruktiv ist, nehme ich sie nicht an.
    Falls du dich aber zu erkennen geben oder zumin­dest kritisch-konstruktiv mit mir disku­tieren möch­test - nur zu. Du scheinst ja zu wissen, wie du mich errei­chen könntest.

  4. Liebe Kati, Liebes GK-Team, 

    Eine Anrede habe ich bei meinem letzten Kommentar nicht verwendet, da so etwas auf anderen Blogs, Kommen­tar­spalten und sozialen Netz­werken die ich frequen­tiere nicht teil der Etikette ist. Wenn das bei euch anders ist, werde ich mich aber natür­lich in Zukunft daran halten. Aller­dings gebe ich folgendes zu bedenken: Kommen­tare sollten die Funk­tion haben zu einer sinn­vollen Diskus­sion zu führen. Nega­tiv­bei­spiel wäre mein Kommentar von oben ;), aber auch „Haha Tolles Video“ bringt niemandem was. Stan­dards von Seiten der Content­creator sind daher sinn­voll. Aller­dings muss man auch bedenken dass Stan­dards davor abschre­cken können Kommen­tare zu verfassen. Lange Kommen­tare werden sowohl weniger gern geschrieben als auch weniger gern gelesen. Daher ist eine Gruß­formel meiner Meinung nach kein sinn­voller Stan­dard, da er dem Kommentar nur Länge verleiht und sonst, außer guten Willen zu demons­trieren, keine Funk­tion hat. Selbst diese Funk­tion kann man mMn auch ohne Gruß errei­chen. Nicht ohne Grund ist sie im Internet, selbst auf Sites mit sehr freund­li­chen Umgangs­formen kaum mehr üblich. Mein obiger Kommentar hätte selbst mit einem „Sehr geehrte“ nicht höflich geklungen, während man Diesem hoffent­lich auch ohne Gruß eine posi­ti­vere Einstel­lung anmerkt. Halte mich aber, wie gesagt natür­lich trotzdem gerne dran, wenn es gewünscht ist.

    Obwohl ich meinen Klar­namen nicht verwende, bin ich nicht der Meinung, dass ich hier „anonym“ auftrete. Auf verschie­denen anderen Blogs und Kommen­tar­spalten bin ich nämlich eben­falls unter diesem Synonym zu finden und meine E-Mail-Adresse ist, wenn auch nur meine Zwei­t­adresse echt und wird regel­mäßig kontrolliert. 

    Viel­leicht klang mein Umgangston tatsäch­lich etwas „vertwit­tert“, ich entschul­dige mich dafür. Aller­dings bin ich Irl genauso direkt, vergesse im Internet aller­dings immer mal wieder, dass meine Gesprächspartner/innen auf Grund fehlender non-verbaler Kommu­ni­ka­tion dort nicht wissen, dass meine Aussage nicht böse gemeint war. In Zukunft werde ich ab und an einen Kommentar dalassen, damit ihr seht, dass ich nicht nur meckern kann. 🙂

    Hier jetzt meine ausführ­li­chere Meinung zur Geschichte.

    Liebe Kati,

    Ich habe in der Vergan­gen­heit gern deine Geschichten gehört, da sie einen subtilen, nicht bösar­tigen Witz (im doppelten Wort­sinn!) haben, was heut­zu­tage eine Selten­heit ist. Auch weiß ich zu schätzen, dass du öfters auch versuchst moderne Werte zu vermit­teln, wie z.B. bei deiner Mitwir­kung am Märchen­pro­jekt, wo dein Beitrag sogar mein 2. liebster war.

    Die Geschichte heute fand ich aller­dings weniger gelungen. Die Grund­idee war zwar sowohl witzig, als auch für das Thema sehr gut gewählt, aller­dings hat mich gestört, dass bestimmte typi­scher­weise mit Frauen asso­zi­ierte Arbeiten wie Kinder­pflege und Emotional Labour als Nature anstatt Nurture darge­stellt wurden, was ich vor allem deshalb als proble­ma­tisch empfand, da die Figur die diese Aussagen traf ja Gott, also im Rahmen der Geschichte allwis­send war. Hätte es sich um eine „normale“ Frau gehan­delt, wären mir diese Aussagen wahr­schein­lich nicht so auf den Magen geschlagen. Eben­falls nicht, wenn ich nicht schon Geschichten von dir gehört hätte, die mit dem Thema „Femi­nismus“ wesent­lich diffe­ren­zierter umgehen, deshalb mein etwas kalt­schnäu­ziger „Da bin ich besseres von dir gewohnt“ Kommentar. Mit dieser Geschichte kann ich mich anach dem Lesen deines Kommen­tars leider immer noch nicht anfreunden, bestimmt gefällt mir deine Nächste aber wieder besser.

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